Kochen mit Hello Fresh

Kochzauber, Hello Fresh, Unsere Schlemmertüte, Kochhaus … Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter der sogenannten Kochboxen für zu Hause.

Bisher haben uns die Preise und unterschiedlichen Kritiken vom Bestellen abgehalten: Da Hello Fresh aber ein super Angebot im Rahmen der Glamour Shopping Week hatte, siegte die Neugierde und wir bestellten eine Classic Box für drei Mahlzeiten.

Mein Freund und ich wagten also das Experiment Kochbox: Habt ihr Lust auf einen kleinen Erfahrungsbericht unserer kulinarischen Woche mit Hello Fresh?

Und das war drin:

Qualität & Frische
Die Lieferung kam pünktlich und war funktionell eingepackt. Den Transport haben alle Lebensmittel gut überstanden. Zwei Zutaten haben leider gefehlt, was uns allerdings erst beim Kochen aufgefallen ist. Da es sich dabei um Kräuter handelte und somit keinen unersetzlichen Bestand der Mahlzeit, war das noch in Ordnung für uns.

Die Lebensmittel wurden innerhalb von sechs Tagen von uns verarbeitet und blieben den Zeitraum über frisch und ansehnlich.

Varianten & Preis
Die unterschiedlichen Boxen und dazugehörigen Preise könnt ihr euch auf der Website von Hello Fresh ansehen (klick).
Durch das Angebot der Glamour Shopping Week haben wir für die Classic Box mit drei Gerichten 15€ bezahlt. Der reguläre Preis liegt bei 39,99€.

Lieferungszeiten
Die Hello Fresh Box wird, wenn nicht anders im Kundenkonto angegeben, jede Woche geliefert. Der Wochentag für die Anlieferung kann im System selber festgelegt werden.
Möchte man in einer Woche mal keine Box erhalten, gibt man dies immer bis Mittwoch für die Folgewoche an. Pausieren funktioniert ohne Angaben von Gründen. Besteht gar keine Lust mehr auf die Box, kündigt man einfach komplett.

Rezeptauswahl
Mein Freund und ich sind beide auf unterschiedliche Art etwas krüsch beim Essen. Wir hatten uns in der Vorschau die Rezepte der geplanten Woche bereits angeschaut und waren zufrieden mit der Auswahl. Es gab:

  • Schweinemedaillons mit Walnuss-Schwarzbrot-Haube in Granatapfel-Soße, knusprige Kartoffelspalten und grüne Bohnen (Rezept)
  • Cremiges Erdnuss-Risotto mit Hähnchenfilet und Tomaten-Koriander-Salat (Rezept)
  • Delikate Süßkartoffel-Karotten-Suppe mit Kräuterbutter-Baguette und Crème fraîche (Rezept)

Uns haben alle Gerichte sehr gut geschmeckt – einzig auf den Tomaten-Koriander-Salat hätten wir persönlich verzichten können. Zu den Portionsgrößen hatte ich schon unterschiedliche Meinungen im Internet gelesen: Wir (gute Esser) sind jedes Mal satt geworden und es blieb höchstens ein kleiner Rest übrig.

Zubereitung & Aufwand
Für alle drei Rezepte gab es eine entsprechende handliche Karte, die beim Kochen genutzt werden kann. Dort sind die beschriebenen Zutaten aufgelistet sowie die einzelnen Zubereitungsschritten. Super, dass die Karten auf relativ dicker Pappe gedruckt sind, denn so sind sie sehr robust und lassen sich beim Kochen gut nutzen.

Einige Lebensmittel, die auch für andere Gerichte berücksichtigt werden sollen, sind entsprechend gekennzeichnet. Wir haben es trotzdem übersehen und waren beim letzten Gericht der Woche dann etwas verwundert. Ein Fehler, der passieren kann und aus dem man lernt.

Die Zubereitungsschritte sind leider zeitlich nicht chronologisch aufgebaut, was meinen Freund und ich mich schon vor eine kleine Herausforderung gestellt hat: Wir können beide einfache Rezepte zubereiten, sind aber keine geübten Hobby-Köche, die mit viel Talent am Werk sind. Uns würde es helfen, wenn die Schritte der Reihenfolge nach aufgelistet werden. Aber wenn man vorher in Ruhe das Rezept durchliest und für sich mit etwas Geduld die einzelnen Schritte festlegt, dann klappt es schon ganz gut.

Alle drei Rezepte in unserer Testwoche waren mit 35 Minuten Zubereitungszeit vermerkt – wir haben insgesamt etwas länger gebraucht, mit etwas Übung ist die Angabe aber sicher realistisch.

Eigene Zutaten & Hilfsmittel
Für die Zubereitung werden zum Teil verschiedene Hilfsmittel aus der Küche benötigt. Diese werden auf der Zubereitungskarte aufgelistet und sind meistens Töpfe, Pfannen, Küchentücher oder ähnliches. Aber auch ein Entsafter, Pürierstab usw. kann mal benötigt werden. Ein Anfänger hat dies vielleicht nicht unbedingt in seiner Küche, daher empfiehlt es sich entweder kreativ zu sein oder vorab die Rezepte herunterzuladen, um sich die benötigten Hilfsmittel ausleihen zu können.

Die eigenen Zutaten sind ebenfalls meistens Standard-Lebensmittel wie Öle, Salz und Pfeffer, es kann aber darüber hinaus auch mal ein Ei oder Senf benötigt werden. Dinge, die nicht unbedingt jeder in seinem Küchenschrank hat. Hier ist es ebenfalls empfehlenswert, die Zutaten entweder sinnvoll zu ersetzen oder sie vorab zu besorgen. Mit der Kochbox kommt nicht automatisch das Rundum-Sorglos-Paket für die Zubereitung nach Hause.

Unser Fazit
Besonders toll sind die neuen Kochanregungen, die wir durch Hello Fresh erhalten haben. Gerade unter der Woche sind wir oft ideenlos in Bezug auf neue Gerichte und haben wenig Lust Kochbücher zu wälzen. Der Lieferservice ist dabei natürlich ebenfalls genial: Es wird alles nach Hause geliefert, kein Abhetzen im Supermarkt ist nötig.

Mit der Qualität und Art der Lieferung sind wir ebenfalls zufrieden. Die Rezeptkarten könnten unserer Meinung nach optimiert werden: Besonders die Reihenfolge der Rezeptschritte sollte besser festgelegt werden, um Laien in der Küche mehr Hilfestellung zu geben. Das Fehlen von Lebensmitteln verbuchen wir unter „Ausnahme“ – dies sollte natürlich nicht häufig passieren.

Für eine wöchentliche Lieferung finden wir den Preis der Box doch zu happig und den Zeitaufwand der Rezepte – besonders unter der Woche – teilweise zu hoch. Doch einmal im Monat werden wir uns weiterhin eine Hello Fresh Box bestellen und über neue Kochideen freuen.

Das Experiment Kochbox ist aus unserer Sicht geglückt 🙂

0 Kommentare

  1. propellerelli

    Danke, gut zu wissen.

    Ich wurde gestern auf der Straße angesprochen und was er genau wollte werde ich nie erfahren, aber er war im Auftrag von „Hello Fresh“ unterwegs. 🙂

  2. Pingback: Immer wieder sonntags | Kleinstadtflüsterin

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