Tschakka! Der Motivationspost für 2015

„Und was sind so deine Vorsätze fürs neue Jahr?“ Diese Frage hört man in den letzten Tagen an jeder Ecke und kurz darauf auch die typischen Antworten: „Ich will mehr sparen, mit dem Rauchen aufhören und mal wieder zum Sport gehen.“ Drei riesige Berge, die es nun also zu erklimmen gilt. Und wenn man am ersten bereits scheitert, dann wird meist gar nicht mehr versucht die anderen zu bezwingen. Das ist menschlich, das ist völlig normal, so ticke ich auch. Deswegen nehme ich mir keine großen Brocken vor, sondern möchte mehr am Feintuning arbeiten.

Fitness / Ernährung
Auch 2015 ein wichtiger Punkt auf meiner Liste. Ich bin stolz auf meine bisherigen Erfolge und möchte meine Ernährungsumstellung und den Sport auch im nächsten Jahr weiterführen. Als kleine Challenge für mich habe ich mir dabei noch folgendes überlegt: Ab dem 5. Januar steht eine Woche Basenfasten auf dem Programm. Nein, ich verspreche mir keine Wundererfolge in dieser Woche und ja, das wird anstrengend für mich. Aber ich möchte es einfach mal ausprobieren und herausfinden wie es ist, seinen Körper vor eine neue Herausforderung zu stellen und beobachten, wie er darauf reagiert. Ob ich in der Zeit viel jammern werde? Auf jeden Fall! Ob ich es durchziehe? Keine Ahnung, aber ich werde es auf jeden Fall versuchen und das zählt für mich.

Konsum
Ein Blick auf meine Nagellacksammlung und ihr glaubt mir den nächsten Satz bestimmt nicht mehr, aber: Ich habe im Jahr 2014 schon ordentlich an meinem Konsumverhalten geschraubt. Ich habe mir kaum Fehlkäufe geleistet, ich kann mich an nichts erinnern, das gekauft, aber nie angezogen / benutzt wurde und Spontan- oder Frustkäufe sind gänzlich verschwunden. Ich mag die Einstellung nicht, Dinge nur zu kaufen, um sie zu besitzen. Kosmetik ist für mich zum Verbrauchen da und Kleidung zum ständigen Anziehen. Ich überlege mir also in Zukunft weiterhin, ob ich das Kosmetikprodukt wirklich brauche oder bereits ein ähnliches besitze.  Bei den Klamotten werde ich ebenso kritisch sein: Habe ich genug Kombinationsmöglichkeiten? Hängt nicht schon ein ähnliches Teil in meinem Schrank? Sitzt es wirklich perfekt oder gehe ich hier einen Kompromiss ein? Jeder kennt doch sicherlich die Käufe, die man sich schön redet: „Also wenn ich diese bestimmte Hose noch dazu finde, dann trage ich das Oberteil ganz oft!“ „Okay, aktuell ist es noch etwas eng, aber ich will ja auch abnehmen!“ „Das könnte einen neuen Stil in meinen Kleiderschrank bringen!“ Und genau diese Teile werden in 99,9999% der Fälle zu Schrankleichen. Ohne mich! Ich versuche mehr untereinander zu kombinieren und vergessene Teile wieder hervorzuholen und habe dadurch bereits völlig neue Looks geschaffen. Denn seien wir mal ehrlich: Eigentlich hat man doch seine Lieblingsprodukte / -kleidungsstücke und holt diese auch am häufigsten und mit ständiger Begeisterung hervor. Da ist kein Platz für halbherzige Sachen.

Aufschieberitis
Gäbe es das Fach Prokrastination, ich wäre Klassenbeste. Ich brauche einen Arzttermin? Ich schiebe das Anrufen wochenlang vor mich hin (Ein Hoch auf Online-Termin-Plattformen!) und bin bei jeder Nachfrage schon total genervt. Ich muss meinen Handyvertrag kündigen? Erst einmal lasse ich sämtliche Fristen verstreichen und ärgere mich dann später monatelang über die Vertragsbindung. Es wäre mal wieder an der Zeit meine Papiere abzuheften? Ich warte so lange, bis sich alles zu einem riesigen Berg angestaut hat und was vorher in 10 Minuten erledigt wäre, ist dann eine nachmittagsfüllende Beschäftigung, die mich noch mehr nervt als ohnehin schon. Das muss sich 2015 wirklich ändern! Ein neues Ablagesystem für meine Unterlagen steht schon zu Hause und für das Vereinbaren von Arztterminen oder Einhalten irgendwelcher Fristen werden nervige Reminder im Handy eingespeichert. Aufschieberitis, ich bin bewaffnet und sage dir den Kampf an!

Und da ich mich nicht in die Fragen Tausender nach den völlig neuen Vorsätzen einreihen möchte, frage ich lieber andersherum: Was ist 2014 schon super gelaufen und wird auch in Zukunft von euch beibehalten?

4 Kommentare

  1. 🙂 hahaha, ich erkenne mich in vielem wieder! 🙂
    mich erschreckt es fast ein wenig, wenn ich sehe, dass einige Menschen 10 und mehr verschiedene duschgels im bad haben. bei mir gibt’s nur die halb-liter flasche aus dem bodyshop und ich bin inzwischen so „gut“, dass ich nix neues kaufe, bevor das angebrochene duschgel nicht aufgebraucht ist. ich bin sicherlich nicht perfekt, aber deine einstellung gefällt mir und ich kann das, was du hier schreibst, unterschreiben.
    beibehalten habe ich in diesem jahr den täglichen apfel mit nüssen. schlecht waren die vielen süßigkeiten…schau’n wir mal, was uns 2015 bringen wird.
    dir viel erfolg bei der umsetzung deiner Pläne 🙂

  2. Wahre Worte! In puncto Konsum aber v.a. leider auch bei der Aufschieberitis finde ich mich definitiv wieder. Allerdings habe ich nie Neujahrsvorsätze, sondern immer nur Ganzjahresvorsätze. Dieses Jahr war mir sehr wichtig ruhiger und freundlicher zu werden (gerade in Situationen, in denen ich schon mal gerne die Geduld verliere). Das Ziel ist noch nicht erreicht, aber wenn ich so auf Mitte 2013 zurückblicke, hat sich einiges getan. Deswegen finde ich deine Frage sehr wichtig – das Gute sieht man meist nur im ganz bewussten Vergleich und der ist für die Motivation unglaublich wichtig! Habe deinen ehrlichen Beitrag gerne und mit einem Schmunzeln gelesen! 🙂

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