Reisebericht: Prag

Da Interesse an einem Reisebericht von Prag bestand, habe ich die letzten Tage Wochen immer wieder an dem folgenden Post gearbeitet: Es folgt ein kleiner Einblick in die wundervolle Goldene Stadt. Und da man die Schönheit nicht nur mit Worten festhalten kann, bekommt ihr natürlich auch ein paar Bilder zu sehen.

Anreise
Prag erreicht man gut mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto. Aufgrund der Zeit (Flug: ca. 1h, Bahn- / Autofahrt: ca. 6h) und der Kosten, sind wir von Hamburg aus mit Germanwings geflogen. Der Flughafen liegt etwas abseits vom Stadtkern, so dass man von dort aus entweder mit dem Taxi (ca. 30min) oder mit der Bahn zu seinem Hotel reisen kann. Wir haben uns für die Bahn entscheiden, was nach der Landung natürlich erst einmal eine Herausforderung war. Allerdings gibt es am Flughafen einen guten Informationsstand zu den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt: Die Ansprechpartnerin hat uns direkt auf einer Übersichtskarte die Bahnlinien notiert und markiert, wo wir umsteigen müssen. Und schon waren wir am Hotel angelangt. Zum Glück sind alle Bahnen mit elektronischen Anzeigen versehen, die die nächsten Haltestellen durchgeben, denn mein Freund und ich sprechen kein tschechisch oder ähnlich verwandte Sprachen. Was uns zum nächsten Punkt führt:

Sprache
In Prag wird, natürlich, Tschechisch gesprochen. Wenn ihr eine andere slawische Sprache sprecht: perfekt! Ansonsten seid ihr mit Englisch aber auch super ausgerüstet. Ich bin dort nie in eine Situation gekommen, in der ich damit nicht weiterkam. Auf vielen Speisekarten, in den Museen usw. finden sich auch immer direkt die Übersetzungen. Und ansonsten gibt es ja mittlerweile tolle Übersetzungs-App.

Währung
In Tschechien bezahlt ihr mit Tschechischen Kronen. Der aktuelle Umrechungskurs liegt bei: 1€ = 27,48 CZK. Am Flughafen Hamburg gab es natürlich den schlechtesten Kurs (ca. 25 CZK), so dass wir hier nur wenig für die Fahrt zum Hotel gewechselt haben. Das restliche Geld haben wir in Prag direkt in den diversen Wechselstuben gewechselt und der Kurs war dort immer aktuell. Größere Beträge haben wir mit unserer Kreditkarte bezahlt.

Hotel
Wir haben uns damals für das Park Inn im zweiten Prager Bezirk entschieden und wurden nicht enttäuscht: Das Hotel liegt nur wenige Schritte von der Moldau entfernt und ist direkt an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Der Service dort war einwandfrei und das Frühstücksbuffet ein Traum! Zweimal haben wir abends auch im Restaurant dort gegessen und unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Das Zimmer war groß genug für unseren Städtetrip, sehr sauber, das Bett war bequem und das Bad wahnsinnig geräumig: Der Waschtisch war groß genug für all unsere Pflege- und Kosmetikprodukte, Badewanne und die riesige Duschkabine waren getrennt und der Raum bot mehr als genug Platz, um sich morgens zu Zweit dort fertig zu machen. Ich würde mich immer wieder für das Hotel entscheiden und kann es ausnahmslos weiterempfehlen.

Sightseeing
Prag übertreibt an jeder Ecke: Egal, wo man hinschaut, es gibt immer ein Gebäude, dass noch größer, noch vergoldeter, noch schnörkeliger, noch schöner ist. Man könnte der Stadt fast schon Kitsch unterstellen.
Wir haben sehr viel zu Fuß unternommen und uns einfach treiben lassen, denn die Moldau ist ein super Orientierungspunkt, so dass man sich eigentlich gar nicht verlaufen kann.
Empfehlen kann ich besonders den Wenzelplatz inkl. Rathaus und der Astronomischen Uhr, die zu jeder vollen Stunde die Zuschauer mit einem klangvollen Szenario überrascht. Je später es wird, desto aufregender wird der Platz: Straßenkünstler, Farbenspiele, Menschengruppen … Hier ist immer etwas los. Aber nicht nur dort gibt es was zum Gucken: Die gesamte Innenstadt ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert.
Die Karlsbrücke ist natürlich genauso sehenswert. Und wenn man gerade sowieso schon auf ihr steht: Geht man am besten komplett hinüber und zu Fuß durch die Altstadt zur Prager Burg. Hier findet ihr das größte Burgareal der Welt und der Blick von dem Berg Hradschin ist wirklich beeindruckend. Dort in der Nähe befindet sich auch das Goldene Gässchen, in der ihr unter anderem das Haus, in dem Franz Kafka gewohnt hat, sehen könnt. Aber auch das Museum der Wachanlagen solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
Da mein Freund scheinbar ein kleines Klettertier ist, müssen wir auch in jedem Urlaub den höchsten Punkt der Stadt suchen und dort – natürlich – hinaufklettern. In Prag führt einen die Standseilbahn zum Prager Eiffelturm, dem Pretin-Aussichtsturm. Keine Frage, der Blick über die Stadt entschädigt für die vielen vielen Treppen des Aufstiegs, doch der Turm schaukelt im Wind gewaltig, so dass ihr besser ordentlich schwindelfrei seid, wenn ihr euch den Weg hinauf wagt.
Wer sich danach auf festem Boden weiter umschauen möchte: Das ehemalige jüdische Viertel zeigt sich von der Innenstadt aus von seiner luxuriösen Seite. Während ich meine Nase an den Schaufenstern von Fendi, Chanel, Louis Vuitton und Dior platt gedrückt habe, die sich nahtlos aneinander reihen, so hatte mein Freund ebenfalls etwas zu sehen: Wer diese Geschäfte betritt, reist natürlich entsprechend an und so konnte er die teuersten Ferraris, Hummers und Maybachs bestaunen. Vorbei am ganzen Luxus dieser Welt, findet sich schnell das Franz Kafka Denkmal und nicht weit entfernt die verschiedenen Synagogen und Friedhöfe. Man kann mit einem pauschalen Ticketpreis alles besichtigen und sich die unterschiedlichen Ausstellungen in den Gebäuden anschauen.
Zum Abschluss empfehle ich euch eine Moldau-Fahrt – die Stadt von der Wasserseite aus zu bestaunen ist wirklich grandios und auch hier übertreibt Prag an jeder einzelnen Stelle, so dass man während der Fahrt gar nicht so genau weiß, welches Motiv man zuerst auf der Kamera festhalten möchte.

Kleiner Funfact am Rande: Wir haben insgesamt über 700 Bilder gemacht.

Shopping
Die Prager Innenstadt bietet alles, was das Herz begehrt. Wer beim Shoppen allerdings sparen möchte, ist hier nur bedingt an der richtigen Adresse. Internationale Marken werden 1:1 umgerechnet oder sind, wie MAC zum Beispiel, sehr viel teurer als in Deutschland. In den Gassen abseits des Trubels finden sich allerdings die kleinen Prager Boutiquen, die nicht nur Individualität versprechen, sondern sich preislich auch von den großen Marken unterscheiden.
Wenn ihr einen Sephora anpeilen möchtet: Meidet den Store in der Innenstadt. Dieser ist sehr klein, das Sortiment mickrig und die Mitarbeiter sind – zumindest als ich dort war – nicht sehr freundlich. Außerdem ist der Laden von Teenies völlig überlaufen, so dass man sich eh keine ruhige Minute umschauen kann. Ich bin also auf den Store in einem Einkaufszentrum auf der anderen Seite der Moldau ausgewichen: Obchodni Centrum Novy Smichov. Nettes Personal, schön geräumig und es gab gerade eine 3-für-2-Aktion. Perfekt!
Es gibt auch einige Outlet-Stores in Prag. Wir waren in der Fashion Arena und haben ordentlich bei Mango, Lindt und in den Sportschuh-Geschäften zugeschlagen, was sich preislich wirklich gelohnt hat. Die Umgebung des Centers ist allerdings nicht so wundervoll, weshalb ich die Fahrt dorthin nur empfehlen würde, wenn man wirklich noch Zeit hat.

Essen und Trinken
Abseits der Innenstadt kann man in Prag wirklich günstig und sehr gut Essen gehen. Das Angebot ist international, umfasst aber auch einige tschechische Spezialitäten, die generell sehr deftig sind. Auch die Cocktailbars sind einen Besuch wert und für unsere Verhältnisse wirklich erschwinglich. Wer sich nicht überraschen lassen möchte: Trip Advisor und ähnliche Apps geben auch gute Tipps von Touristen weiter.

Ich könnte noch stundenlang von dieser Stadt schwärmen und berichten, aber wie heißt es so schön? Ein Bild sagt mehr als tausende Worte. Und deshalb folgt eine kleine Bilderflut für euch:

Wenn ihr Fragen habt, dann immer her damit! Ich hoffe, euch hat der kleine Reisebericht gefallen.

2 Kommentare

  1. Pingback: Monatsrückblick November | teepüppchen

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